Kirche-VK.de

Pfarrei Sankt Eligius - Katholische Kirche Völklingen
Direkt zum Seiteninhalt


Patrick Winter
Shalom
„Zukunft hat der Mensch des Friedens“ - so lautete das Motto des 103. Deutschen Katholikentages, der Ende Mai in Erfurt stattfand.
 
Als im Oktober 2022 dieses Motto festgelegt wurde, da war die Welt schon lange keine friedliche mehr. Doch seitdem hat sich die Situation – weltweit, aber auch in unserer Gesellschaft – noch zugespitzt.
 
Das Motto des Katholikentages ist dem Psalm 37 entnommen. Liest man diesen einmal in seiner ganzen Form, bemerkt man sehr schnell, dass der Psalmbeter sich der Tatsache bewusst ist, dass es nicht nur Menschen gibt, die sich für Frieden einsetzen, sondern auch die anderen. Diese werden im Psalm Frevler genannt, ein anderes Wort für Sünder, Gottlose. Sich nicht für den Frieden einzusetzen, wird also gleichgestellt mit Sünde, mit Gottesferne.
 
Im hebräischen Urtext des Psalms wird dabei für den Begriff Frieden „Shalom“ verwendet. Shalom meint dabei nicht einfach nur die Abwesenheit von Krieg, sondern das lebensfördernde Geordnetsein der Welt in allen Kontexten. Darauf zielt auch die biblische Erzählung von der Erschaffung der Welt im Buch Genesis und die Gabe der Gebote an Mose im Buch Exodus ab: Gott hat alles gut geschaffen, so wohlgeordnet, dass Leben gelingen kann. Für Mensch und Natur. Die Gebote sollen helfen, die Ordnung zu bewahren und das Miteinander zu sichern.
 
„Zukunft hat der Mensch des Friedens.“ Das Motto wirft die Frage auf: Was können wir konkret im Hier und Heute tun, damit auch unsere Kinder und Kindeskinder noch eine Zukunft haben?
 
Die Bibel erinnert uns daran, dass die Zukunft nur dann eine Chance hat, wenn es gelingt, im Frieden miteinander zu leben, genauer gesagt im Shalom. Das bedeutet: wir leben so miteinander, dass alle Menschen mit derselben Würde und derselben Achtung behandelt werden. Denn wir alle sind Kinder des einen, liebenden Gottes.
 
Damit dies gelingen kann, hat Gott uns zur Orientierung die Gebote geschenkt, die wir halten sollen. Zugleich ist aber auch Achtsamkeit gefragt, dass ihre Auslegung dem Wohl der Menschen gilt.
In diesem Sinne
 
SHALOM!
 
 
 
 
 
 
 
 

 
 

 
 
 
Zurück zum Seiteninhalt