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Pfarreiengemeinschaft Völklingen St. Eligius
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Gottes Versprechen in der Dunkelheit

Patrick Winter
Mitten in der dunkelsten Zeit des Jahres, wenn der Himmel oft nur aus grauen Wolken besteht, beginnt mit der ersten Kerze am Adventskranz der Advent. Es ist wie ein Startschuss für unsere innere Vorbereitung auf Weihnachten. Eine einzelne Kerze brennt am Adventskranz. So eine einzelne Kerze in der Dunkelheit ist wie ein kleiner Hoffnungsschimmer, wie ein Versprechen auf mehr. Wir brauchen hin und wieder solche Hoffnungsschimmer in den Dunkelheiten unseres Lebens. Keiner bleibt davon verschont, dass es in seinem oder ihrem Leben auch einmal dunkel wird. Die Dunkelheit hat bei jedem ein anderes Gesicht. Bei dem einen macht eine Krankheit das Leben dunkel, beim anderen Einsamkeit, Verzweiflung über die eigene Lage, erlittene Ungerechtigkeit. Eine kleine Kerze in der Dunkelheit, ein Funke Hoffnung tut in so einer Situation gut; sie kann vielleicht sogar Leben retten. Dieses Licht der Hoffnung nährt sich aus dem Versprechen, das Gott seinem Volk einst gegeben hat und uns immer wieder neu gibt. Wir bereiten uns auf die Ankunft Jesu vor, auf seine Geburt im Stall von Betlehem. Die erste Kerze am Adventskranz erinnert uns daran. Sie weist uns auf den Funken Hoffnung hin, der in die Dunkelheit unseres Lebens kommt. Je nachdem, was unser Leben dunkel macht, welche Art von Schmerz, welche Form von Einsamkeit und Leiden unser Leben verdunkelt, wissen wir, dass der Hoffnungsschimmer allein noch nicht alles Leiden ungeschehen machen kann. Aber wir bekommen eine neue Perspektive, weil wir wissen, da kommt einer in die Welt, der unsere Würde als Mensch achtet, der unsere Schmerzen sieht, der unsere Einsamkeit und unsere Leiden spürt und annimmt. Er geht nicht darüber hinweg, sondern er zeigt uns, dass so etwas wie Heil möglich ist. Ein Hoffnungsschimmer in der Dunkelheit, eine neue Perspektive in den Schattenseiten des Lebens, ein Gott, der mir das Versprechen gibt, bei mir zu sein und mich nicht zu verlassen. Das ist etwas, für das es sich lohnt, die Herzen zu öffnen und sich vorzubereiten.
 
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