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Pfarrei Sankt Eligius - Katholische Kirche Völklingen
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Andrea Schwindling
In Erwartung
Voller Sorge mit Blick auf den Krieg in der Ukraine und die damit verbundene Energiekrise, eine ungewisse Zukunft wegen der steigenden Kosten, die anhaltende Coronapandemie, gestresste oder manchmal auch gereizte Stimmung, persönliche Sorgen und Nöte und und und… alles scheinbar ganz un-adventliche Situationen und Gefühle. Dabei heißt es doch immer, dass diese Wochen vor Weihnachten eine ruhige und besinnliche Zeit voller Vorfreude sein sollen.
Doch die Realität lehrt uns etwas anderes. Ganz nüchtern betrachtet, ist das auch nichts Neues. Die heile Welt gab es nie. Schon zur Zeit der Geburt Jesu  gehörten Intrigen, Machtkämpfe, Hinrichtungen und Probleme jeglicher Art zur Tagesordnung. Auch haben die Herbergenbesitzer für Maria und Josef keine romantische Krippenatmosphäre geschaffen. Es waren einfache Verhältnisse und es gab genauso schwierige Umstände wie es sie heute auch gibt. Und in diese Wirklichkeit ist der menschgewordene Gott, Jesus, gekommen.  Ob die Menschen in der damaligen Zeit wirklich und leibhaftig mit ihm gerechnet haben, bleibt fraglich. Doch für sie entscheidend war, dass sie die Sehnsucht nach IHM, dem Heiland und Messias, in sich wach hielten. Sie erwarteten IHN als Erlöser und Retter für ihr Leben.
Das hat die Menschen damals getragen und ihnen Kraft und Mut gegeben, durchzuhalten und die Zuversicht nicht zu verlieren.
Das ist die Botschaft des Advents bis heute: Menschen in Erwartung zu sein und die sehnsüchtige Hoffnung in uns wachzuhalten, dass Gott kommt – mitten hinein in unsere Welt, mitten hinein in unser persönliches Leben.
Vielleicht mag in der vor uns liegenden Vorbereitungszeit auf Weihnachten ein Lied aus unserem Gotteslob (233) durch seine Melodie und seinen Text eine Hilfe sein, uns daran zu erinnern, adventliche Menschen voller Erwartung und Sehnsucht zu sein (Text und Melodie: Helga Poppe, 1975)
O Herr, wenn du kommst, wird die Welt wieder neu,
denn heute schon baust du dein Reich unter uns,
und darum erheben wir froh unser Haupt.
O Herr, wir warten auf dich.
O Herr, wenn du kommst, wird es Nacht um uns sein,
drum brennt unser Licht und wir bleiben wach.
Und wenn du dann heimkommst, so sind wir bereit.
O Herr, wir warten auf dich.
O Herr, wenn du kommst, jauchzt die Schöpfung dir zu,
denn deine Erlösung wird alles befrein.
Das Lied wird von all deiner Klarheit durchstrahlt.
O Herr, wir warten auf dich.
O Herr, wenn du kommst, hält uns nichts mehr zurück.
Wir laufen voll Freude den Weg auf dich zu.
Dein Fest ohne Ende steht für uns bereit.
O Herr, wir warten auf dich.

 
 

 
 

 
 
 
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