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Pfarreiengemeinschaft Völklingen St. Eligius
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Leben ermöglichen

Andrea Schwindling
An Pfingsten feiern wir Christen das Fest des Heiligen Geistes. Was es damit auf sich hat, hören wir im Bericht aus der Apostelgeschichte (2,2-4): „Als der Pfingsttag gekommen war, befanden sich alle Jünger am gleichen Ort. Da kam plötzlich vom Himmel her ein Brausen, wie wenn ein heftiger Sturm daher fährt, und erfüllte das ganze Haus, in dem sie waren. Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich verteilten. Alle wurden mit dem Heiligen Geist erfüllt und begannen, in fremden Sprachen zu reden, wie es der Geist ihnen eingab.“
Die Jünger, die seit Jesu Tod verängstigt und abgeschottet waren, haben an diesem Tag etwas erlebt, was sie völlig veränderte und aus ihrem Gewohnten herausriss. Sie erfuhren eine ungeheure göttliche Kraft, die sie erfasste und in ihnen ungeahnte Möglichkeiten weckte.
Passend dazu kommt mir die erste Strophe eines Pfingstliedes, das in seinem Original aus den Niederlanden stammt (Text: Marijke Koijck-de Bruijne; Übersetzung ins Deutsche: Jürgen Henkys), in den Sinn. Dort heißt es:
Der Gottesgeist weht wie ein Wind,  
er kommt auf Friedensflügeln.
Wie Atem, der lebendig macht,    
weckt er die Unrast innen,
die manchmal Sturm zu werden wagt,
Gewalt und Bosheit laut verklagt.
Er kühlt als frische Brise.“
„Der Gottesgeist weht wie ein Wind.“ - Winde kann man nicht sehen oder anfassen, doch können sie ungeheure Kräfte entwickeln. Sie bestimmen das Wetter. Ohne sie gäbe es auf unserem Planeten kein Leben.
So ist es auch mit Gottes Geist. Alles Leben kommt aus ihm. Er ist weder zu messen noch zu beweisen, aber wir können eine Ahnung von seiner Wirkmacht bekommen. Denn er ist die Urkraft alles Lebendigen. Der Heilige Geist ist demnach nichts Statisches. Er braucht keine Sicherheit und schon gar keine Besitzstandswahrung. Er will Leben schaffen und neue Lebenschancen ermöglichen.
So wie die Jünger damals, möge auch uns der Heilige Geist in all den Ängsten und Unsicherheiten der heutigen Zeit mit seiner göttlichen Kraft packen und ungeahnte Lebensmöglichkeiten wecken.
 
 
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