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Pfarrei Sankt Eligius - Katholische Kirche Völklingen
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Andrea Schwindling
Sommerloch
Wer kennt es nicht: das Sommerloch. Damit gemeint ist, dass es im Sommer, in der Ferienzeit, meist wenig zu berichten gibt bei Nachrichten, bei Sport-News, im politischen Geschehen oder im kulturellen Bereich. Es ist alles eher im Pause– oder Ferienmodus und die Aktivitäten sind sozusagen „runter gefahren“.
Das „Sommerloch“ kam mir in den Sinn in Vorbereitung auf diesen Kirchenkurier. Gerade in dieser Jahreszeit ist es auch kirchlich gesehen ein wenig ruhiger und das ist auch gut so. Denn diese „Sommerloch-Zeit“ oder vielleicht auch „saure-Gurken-Zeit“ (wie sie manchmal genannt wird) verweist uns Menschen darauf, wie wichtig es ist, dann und wann einmal innezuhalten, eine Pause zu machen, abschalten zu können und zur Ruhe zu kommen.
Gerade in unserer schnelllebigen Zeit, die von Stress, Hektik, Lärm und Unruhe geprägt ist, braucht es dieses Gegengewicht. Es braucht die Unterbrechung, die Auszeit, die Erholung, die Gelassenheit und das Auftanken.
Und das ist in der Tat nichts Neues! Diese Empfehlung finden wir auch in der Bibel, so heißt es im Markus-Evangelium (6,31): „Da sagte Jesus zu seinen Jüngern: Kommt mit an einem einsamen Ort, wo wir allein sind und ruht ein wenig aus!“
Diesen Satz aus dem Mund Jesu finde ich sehr bemerkenswert. Wir verbinden oftmals mit ihm, denjenigen, der lehrt und heilt, der Entscheidungen und Entschiedenheit fordert. Und gleichzeitig ist er auch der, der zur Ruhe kommen und den Menschen aufatmen lässt; der dem Stress die Ruhe entgegensetzt.
„Ruht ein wenig aus!“ - meines Erachtens ein sehr menschliches Wort: ein Wort, das dem Menschen gut tut, indem aber auch etwas aufscheint von der Art, wie Gott mit uns Menschen umgeht. ER weiß, was wir brauchen.
„Ruht ein wenig aus!“- dieses Wort Jesu galt also nicht nur den Jüngern damals, sondern er sagt es auch uns hier und heute zu.
Ich wünsche uns, dass wir die Chance des „Sommer-lochs“ nutzen können, um ein wenig ruhiger zu werden, inne zu halten und zu uns selbst und damit zu Gott zu finden. Nur so können wir gestärkt und kraftvoll unsere Alltagsaufgaben bewältigen.
Eine Hilfe dazu möge uns eine Textpassage aus einem Brief des Heiligen Bernhard von Clairveaux sein, den er an Papst Eugen III. schreibt:
„Denk also daran:
Gönne dich dir selbst.
Ich sag nicht: Tu das immer,
ich sage nicht: Tu das oft, aber ich sage:
Tu es immer wieder einmal. Sei wie für alle anderen
auch für dich selbst da,
oder jedenfalls sei es
nach allen anderen.“
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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