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Pfarreiengemeinschaft Völklingen St. Eligius
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Thomas Weber
Gott begleitet
Aufbrüche sind Teil des Lebens. Es ändern sich Orte, Beziehungen, Überzeugungen… Immer wieder gilt es vertrautes hinter sich zu lassen und neues zu wagen. Manchmal ist die Veränderung geplant oder ersehnt, manchmal bricht sie schicksalhaft oder unerwartet ins Leben.
Als glaubende Menschen dürfen wir in jedem Aufbruch eine Herausforderung Gottes ahnen. Auf jeden Fall aber sein Mitgehen erhoffen.
Ich darf jetzt in meinem Stellenwechsel Aufbruch wagen. Diesen Aufbruch habe ich mir gewünscht, und doch war ich dann etwas erschrocken, als es konkret wurde. Aufbrüche bedeuten eben Vertrautes hinter sich zu lassen: Völklingen ist in diesen Jahren mein Zuhause geworden. Viele Menschen sind mir sehr ans Herz gewachsen.
Wie viel herausfordernder aber ist es, wenn das Schicksal den Aufbruch erzwingt. Vielfältig habe ich in den 13 Jahren das Leben und die Aufbrüche vieler Menschen mitbekommen. Tapferkeit hat mich zum Staunen gebracht, Traurigkeit und Überforderung haben mich mitfühlen lassen. Aufbrechen müssen, hat oft auch mit Brüchen im Leben zu tun.
Aber es gab auch frohe Aufbrüche: Ich konnte mich mit Menschen freuen und mit ihnen feiern, weil sie ins Leben, in Beziehungen und an andere Orte aufgebrochen sind.
Das große Vorbild des Aufbruchs ist Abraham. Im 12. Kapitel des Buches Genesis lesen wir von seinem Aufbruch, den Abraham als Auftrag Gottes versteht. Er soll das Vertraute verlassen und wird so zum Segen. Abraham könnte viele Einwände vorbringen, das tut er nicht, sondern vertraut auf Gottes Wort und ist gewiss, Gott ist mit ihm.
Ich wünsche Ihnen und mir, dass wir hoffen und glauben, dass Gott uns begleitet in den jeweiligen Herausforderungen und dass wir den Mut finden, aufzubrechen, wenn die Zeit gekommen ist.
 
 
 
 
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