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Pfarreiengemeinschaft Völklingen St. Eligius
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Mit dem Herrn unterwegs

Pastor Thomas Weber
Der Monat Mai lässt mich immer wieder staunen. Ich kann mich nicht satt sehen an dem frischen Grün. Ich freue mich, wie alles geradezu überschwänglich wächst. Der Mai ist voll Lebendigkeit.
Im prallen Leben der Natur feiert die Kirche die Osterzeit und schaut auch besonders auf Maria. Auf eine österliche Frau, die ganz nah beim Leiden, Sterben und Auferstehen Jesu dabei war. Maria ist ein Bild für das neue Volk Gottes, dass aus der Lebenshingabe und der Auferstehung des Herrn hervorgegangen ist. Sie ist die Erste der großen Schar der Erlösten und damit unsere Schwester im Glauben.
Osterzeit und Maria im Mai verweisen auf den fruchtbaren Beginn der Kirche. Wenn in unserer Zeit die Früchte der Kirche schwer zu finden sind, dann braucht es einen Neubeginn. Wie der Mai wiederkehrt im Jahreslauf; wie wir immer wieder neu im Jahreskreis Leben, Sterben und Auferstehen Jesu feiern, so bleibt es auch der Kirche nicht erspart, sich immer wieder zu erneuern: leben, sterben, auferstehen. Nur dann sind wir Kirche des Auferstandenen!
Es braucht also keine Kirche im Kraftakt, um zu überleben, sondern es braucht eine, die mit dem Herrn unterwegs ist. Dazu gehört das Sterben vor dem Auferstehen, um so als Volk Gottes unterwegs zu sein.
Der Mai gibt Ansporn - für Sie und für mich - das Leben zu wagen, zu dem uns der HERR einlädt: mit ihm durch Sterben zur Auferstehung zu gelangen.
Der Alltag bringt seine Gelegenheiten: Auseinandersetzungen, Angefragt sein, Krisen, Krankheit, Verlust, Einsamkeit. Maria ist uns Vorbild: sie hat hingehört, hat getragen und Gerechtigkeit besungen. Sie hat in den Herausforderungen Gott erkannt, und ihm gedient. Das hat ihr Leben – mit Tränen und mit Lachen – überaus fruchtbar gemacht.
Das Leben zu wagen im Vertrauen auf Gottes Begleitung, das wird auch unser Leben und das der Kirche erneuern.
 
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