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Pfarrei Sankt Eligius - Katholische Kirche Völklingen
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Andrea Schwindling
Licht und Heil der Welt
„Maria Lichtmess, spinnen vergess, am hellen Daach ze Naaht gess“ - diese alte Bauernregel ist mir seit Kindheitstagen vertraut und sicherlich auch dem ein oder anderen von Ihnen und Euch bekannt.
Sie bringt zum Ausdruck, dass die Bauern durch das stetige Längerwerden der Tage, nicht nur im Hellen zu Abend essen, sondern auch ihre Winterpause, die sie meist in Spinnstuben und im Haus verbracht haben, beenden können, um sich so auf die neue Saison auf dem Feld und im Hof vorzubereiten.
Das Licht spielt dabei eine große Rolle. Und nicht nur in dieser Bauernregel, sondern auch in der Liturgie des 2. Februar hat es einen besonderen Platz: nicht umsonst werden dort die Kerzen, die im Jahr über gebraucht werden, geweiht. Aber auch die Texte dieses Tages legen ihren Fokus darauf.
Jesus wird am 40. Tag nach seiner Geburt im Tempel zu Jerusalem Gott dargestellt, also geweiht. Dort kam es zur Begegnung Jesu und seiner Eltern mit Simeon und der greisen Prophetin Hanna. Von den hunderten Menschen, die jeden Tag im Tempel aus- und eingingen, haben die beiden begriffen, was an diesem Tag Einzigartiges geschehen ist. So heißt es im Lukas-Evangelium (2,30-32) von Simeon: „Denn meine Augen haben das Heil gesehen, das du vor allen Völkern bereitet hast, ein Licht, das die Heiden erleuchtet, und Herrlichkeit für dein Volk Israel.“
Die Botschaft dieses Festes, das nur noch im Volksmund „Maria Lichtmess“ genannt wird und seit der Liturgiereform in den 1960er Jahren den Namen „Darstellung des Herrn“ trägt, ist meines Erachtens klar und eindeutig: Jesus Christus ist als Licht der Welt und Heil der Völker gekommen, damit es wieder hell wird auf unserer Erde, in unserer Geschichte, in unserem Leben. Die Zeit der Finsternis und Kälte, der Armut und der Einsamkeit, die Zeit des Wartens auf Erlösung und Befreiung ist vorbei.
ER ist da und strahlt als Hoffnungsschimmer auf! Das war die Botschaft damals; ist sie heute und wird sie auch in Zukunft sein. Darauf dürfen wir vertrauen; daran dürfen wir uns festhalten; denn ER ist gekommen, um es licht werden zu lassen in jedem menschlichen Leben.

 
 

 
 

 
 

 
 
 
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