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Pfarreiengemeinschaft Völklingen St. Eligius
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Werdet Vorübergehende

Michael Meyer
Schnitz dir einen Wanderstab
aber zimmere dir keinen Dachbalken

Wozu eine Vorratstasche
Liebe empfängt man nicht aus Konserven
Hoffe auf frisches Brot unterwegs

Du darfst Sandalen tragen
aber lerne auch barfuß zu gehen

Zu viel Geld dabei beunruhigt
Sonne und Regen gibt es gratis

Nimm ein zweites Hemd mit
für das Fest
und für das Grab

Andreas Knapp
(in: Werdet Vorübergehende. Gedichte unterwegs, Hockenheim 2001).


Das Jahr 2019 hat gerade erst begonnen. Was uns in dem noch jungen Jahr erwartet?  Unsere persönlichen Pläne? Wie wird sich das Leben in unserer Stadt Völklingen entwickeln? Und welche Schritte werden wir als pilgerndes Volk Gottes in der Kirche gehen? Wir sind gerufen, uns in all unserem Tun und Wirken von der Verheißung des Reiches Gottes leiten zu lassen: „Das Reich Gottes ist in Jesus Christus angebrochen. Es hält die Hoffnung auf eine neue Welt offen. Diese Hoffnung lässt auch die Kirche im Bistum Trier aus sich herausgehen, ruft sie zu einem Suchprozess heraus und ermutigt sie zur Neuorientierung“, heißt es im Synodendokument „herausgerufen“. Der Suchprozess ist in vollem Gang. Die Neuorientierung kostet Kraft und nicht alle sind „ermutigt“.
Unser Bischof Stephan Ackermann hat Anfang Januar jedoch noch einmal die weite Perspektive der Synode aufgezeigt: „Wir wollen mit neuem Schwung das Evangelium leben! Dazu ist die Synode angetreten. Das ist unsere Herausforderung“. Es geht um die Frohbotschaft der Menschenfreundlichkeit Gottes. Das Evangelium will unter die Leute gebracht werden, auch unter den sich wandelnden Entwicklungen unserer Gesellschaft und unserer Zeit. Wir sind eingeladen, den Weg in die Zukunft an unseren Lebens- und Wohnorten mitzugehen. Es stimmt: Vieles verändert sich. Wandlung ist das Geheimnis des Lebens. Wandlung ist auch das Geheimnis des Glaubens. Als „Vorbübergehende“ vertrauen wir, dass wir unterwegs gestärkt werden – durch Weggefährten und sicherlich auch durch den, der seine Sonne Tag für Tag über allen aufgehen lässt.
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