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Pfarreiengemeinschaft Völklingen St. Eligius
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Michael Meyer
Leuchtender Globus
„Wenn ich könnte, gäbe ich jedem Kind eine Weltkarte... Und wenn möglich einen Leuchtglobus, in der Hoffnung, den Blick des Kindes aufs äußerste zu weiten und in ihm Interesse und Zuneigung zu wecken für alle Völker, alle Kulturen, alle Sprachen, alle Religionen!“ schreibt Helder Camara, Prophet, Poet und Erzbischof in Brasilien.  
Weltkarte und Leuchtglobus: sie zeigen die Perspektive der einen Menschheitsfamilie auf. Das passt zum Oktober, den die Weltkirche als den Monat der Weltmission feiert. Jeder an seinem Ort gibt einladend Zeugnis für das Evangelium. Mehr denn je lernen wir, dass alle getauften Frauen und Männer lebendiges Evangelium sind; nicht nur jene, die sich zu in einen besonderen Dienst der Kirche rufen lassen. Der entgrenzende Blick über den eigenen Kirchturm hinaus und das Engagement für ein „Leben in Fülle“ (Johannes 10,10) mit vielen andern zusammen geben mir Mut. Monat der Weltmission? Das ist ein wirkliches Interesse am Leben des Mitmenschen – hier in Völklingen und natürlich weit darüber hinaus.
Mission heißt aufbrechen,
sich auf den Weg machen,
alles lassen,
aus sich herausgehen,
die Kruste des Egoismus zerbrechen,
die uns in unser Ich einsperrt.
Mission heißt aufhören,
sich um sich selbst zu drehen,
als wären wir allein
der Mittelpunkt der Welt
und des Lebens.
Mission heißt sich nicht einschließen
in die Probleme der kleinen Welt,
zu der wir gehören.
Die Menschheit ist viel größer.
Mission heißt vor allem
sich öffnen für die anderen
als Geschwister,
sie finden und ihnen begegnen.
Und wenn es nötig ist,
um sie zu finden und zu lieben,
die Meere durchkreuzen
und durch die Lüfte fliegen,
dann ist Mission aufbrechen
bis an die Grenzen der Erde.
(Dom Hélder Câmara (1909 – 1999))
 
 
 
 
 
 
 
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